Der Pfeil mit der bleiernen Spitze (Zeus Teil 12)

Hera holte die Pfeile aus dem Schrank und wog sie in der Hand. Sie waren leicht wie Federn obwohl ihre Spitzen aus Metall waren. Der eine Pfeil hatte eine goldene, der andere eine bleierne Spitze.

Sie hatte eigentlich nicht vorgehabt, ihre Trümpfe aus der Hand zu geben, aber die Nacht mit Zeus hatte sie euphorisch gestimmt und sie wollte die Beweise ihrer Intrige gegen ihn loswerden. „Zeus kehrt immer zu Hera zurück,“ dachte sie zufrieden, „das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Auch wenn er es als Opfer empfinden mag, das er bringen muss.“

Die Entscheidung war gefallen, die Pfeile mussten weg. Hera hatte jedoch noch nie einen Bogen gespannt, aber so schwer konnte das ja nicht sein. Sie hatte auch gehört, dass Eros Pfeile ganz von selbst ihren vorbestimmten Weg finden würden, egal wie der Bogen gespannt wurde.

Sie ging in Zeus Jagdzimmer und suchte einen passenden Bogen.  „Ich werde den bleiernen Pfeil zuerst abschießen, vielleicht erlöst er ja eine Sterbliche von ihren Gefühlen zu meinem Mann.“ Bei diesem Gedanken  musste sie laut auflachen, denn das war ja tatsächlich ein Teil des Plans gewesen, nur mit anderen Vorzeichen.

Sie spannte den Bogen und der Pfeil flog, hinab in die Welt der Sterblichen.

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