So schwarz

so schwarz
die Nacht der Morgen
fällt in mein kaltes Herz du
bist fortgegangen
du gehst fort
immer wieder kommst
nicht mehr

ich tauche
nach Erinnerungen Bild
um Bild um Bild
gräbt sich
in meinen Kopf du
kommst nicht mehr

die Kälte schmiegt sich
an mich wie ein Kind
ich wärme sie geb ihr
mein kaltes Herz du
kommst nicht mehr

Schmerz

Diese wunde Stelle in
mir sie schmerzt
wieder und wieder kaum
dass dünner Schorf
sie bedeckt
kommt einer und
reißt sie wieder und wieder auf

ich verlor meine
Sprache suchte das
Wortmeer tauchen wollte ich mich
verlieren in meinen Bildern
und taumelte nur
doch dann
kamst du

Da schrieb der Stift
von ganz allein ich konnte
deine blauen Augen in den Himmel
malen und mein Glück

auch du
hast mir den dünnen Schorf
abgerissen
jetzt halte ich mein Herz
wieder in der Hand und
schaue mich nicht um
nach dir

Wer ist Ich

Du siehst

mich siehst du

mich wer

bin ich wenn du

mich siehst

wer ist die

die ich bin wer

ist Ich

 

immer wieder immer

wieder suche ich

suche diesen Einen

einen Ort wo ich

sein kann

ich sein kann

hinter den Sternen

versteck ich Clown mich

wieder und wieder

 

Niemand

sucht mich

sprachlos

Wir haben unsere

Sprache verloren

Bruder

die Brücke ist

eingestürzt mutlos stehe ich

an meinem Ufer und betrachte

die Trümmer die unser Wir

begraben

 

Meine Hände wurzeln

in den Taschen ich hole

Spieglein um Spieglein um Spieglein

hervor und frage

war ich denn nicht die Schönste in

deinem Land

 

Da kommt er mein

alter Freund der Schmerz doch ich

schicke ihn weg die Kraft

reicht gerade für den ersten

Schritt auf meinem Weg

 

Ich gehe davon mit

klarem Blick ohne mich

umzudrehen nach dir

Nessun Dorma

alle Türen habe ich

geöffnet  suchte in allen

Zimmern sie ist

verschwunden deine Liebe

hat sich leise

davongeschlichen doch die Nähe

die Nähe

bleibt

und der Schmerz der

Schmerz  der kommt

mit  kalten Wellen in der Nacht

ich friere und ich

schlafe nicht wie

die Prinzessin die drei Rätsel

stellte ihrem Liebsten

Nessun dorma

flüstert der Wind

niemand schlafe

Traum III

Wie

kann ich etwas vermissen

was ich nie besaß

nie kannte

es war

ein Traum dieser eine

Traum Tag für Tag und

Nacht für Nacht

immer dieser Traum

von dir

wusste ich nichts und doch

warst du da irgend

wo irgendwo und ich

habe dich nicht gesucht

aber du

hast mich gefunden

Nackt

Jetzt

sperre ich sie

ein tief in mir

die Worte und

auch alles andere

jedes Gefühl verschließe ich

Haltbarkeitsdatum unbekannt

 

Ich frage

mich warum

tut mir das

so weh es sollte

mich nicht erreichen

genau dieses Gefühl sollte sich

fern

von mir halten

genau das wollte ich

nicht

 

keinen Schmerz

keinen

Schmerz

nichts besitzen damit

ich nichts

verlieren kann

 

mir ist kalt ich

habe alles

ausgezogen

alle Gedanken

alle Gefühle

meine Haut hab ich

mir abgezogen

hab keine zweite jetzt

friere ich

Auf der Spur

Gebt mir

einen Platz wo ich

sein kann

ich

sein kann

ein unbekanntes

Land in mir

ist das Geheimnis

versteckt

tief in

meinem Herzen

 

 

Ich folge

dieser Spur dem Schmerz

mein Herz

klopft schneller

wo ist mein

Platz

wo bist du

Bruder

wer

hält mich wenn

ich falle

Black and White

THE CHALLENGE:

Write a one hundred word story that has a beginning, middle and end. (No one will be ostracized for going a few words over the count.) the group is hosted by Rochelle, each week we find an inspiring new photo on her blog: http://rochellewisofffields.wordpress.com

THE KEY:

Make every word count.

To see all the great 100 word stories of the weekly challenge use this link:
http://www.inlinkz.com/wpview.php?id=325879

This time I felt like writing a poem- what an adventure! It is this the kind of lyric I write in German, line breaking, playing around with words – so I hope imploringly I didn´t use any ridiculous or completely wrong phrases – comments and help with the language are welcome, as always! I hope you enjoy my first attempt in poetry here…

dismantled-keyboard

We were the black and

the white

the perfect sound of

our love

a warm coat in

this cold world

 

now the

pain rises

inside of me like

water in a swelling river

and silence

has nested in every

room

 

I believed in

you and me and

in the wonderful structure of verse

and chorus

and bridge of our life

 

Now our love

has fallen

silent the rooms

don´t  breath your perfume

anymore

I see my heart

lying in the dust

there is no beat no

music

nothing to hear

no

love

 

 

Genre: poem

words: 95

homeless

photo-88

There was not much left when the water withdrew. Miles behind the coast the destruction was not so heavy but still the car park of the supermarket was flooded.

“What is your name, Miss?”

The voice of the friendly looking young man seemed not to reach Eva´s ears.

“Miss? Where do you come from?”

Eva stared at the water, silently. Then with a sudden move she turned around.

“I didn´t let her off, “she said with a soundless voice.

“She must be here somewhere, I didn´t let her off, I´m sure -”

Shopping carts drifted in the muddy water like homeless boats.

Words: 102

This story I dedicate to all those, who survived any kind of catastrophe and feel guilty because they could not save their beloved ones.The title „homeless“ means not only the loss of a physical home but more than that the feeling of having lost the „Heimat“ of your heart.

http://en.wikipedia.org/wiki/Survivor_guilt

what a difference a day makes

the photo of this weeks inspiring prompt comes from Sandra Crook

the photo of this weeks inspiring prompt comes from Sandra Crook

Sitting on the steps of the old amphitheatre, I hummed the melody of the song that marked the beginning of our lovestory. There was no shadow, I could feel the heat on my skin.

„Thank you guys, good job, it will be a fantastic premiere! “

The director was enthusiastic.

“You were all great, just memorize this rehearsal and replay it at 9:00 p.m. tonight!”

Some of them laughed, I watched the group leaving the wooden stage and tried to find out, which of the three women was the one who just ruined my marriage: Bianca, Emilia or Desdemona.

105 words today are looking forward to your helpful comments!

Abgrund

Tom stand an der Klippe und war so fasziniert vom Kampf zweier Möwen dass er Dorotheé nicht kommen hörte.

„Traumabewältigung“ hatte er diese Reise genannt. Dorotheé wollte nie eine Villa mit Pool mieten, aber sie konnte sich wie immer nicht durchsetzen.

„Es gibt eine Poolabdeckung,“ lachte er. „Ich schwimme und decke danach den Pool ab, Ich schwöre!“

Nachdem sie Tammy gefunden hatten, stolperte Dorotheé schreiend durch den Garten, das tote Kind in den Armen.

„Ich wollte nicht zurückkommen,“ flüsterte sie.

Die Möwen flatterten erschrocken auf, als die beiden Körper auf den Strand krachten.

Copyright – E.A. Wicklund

Copyright – E.A. Wicklund

93 Wörter / diese Geschichte habe ich auf Englisch für meine Friday Fictioneers community geschrieben ( es gibt ein Foto als Vorgabe, zu diesem Foto schreibt man eine Geschichte, die nur 100 Worte hat ) – und dann übertragen ins Deutsche, Wider Erwarten habe ich 10 Wörter weniger auf Deutsch. Es ist zum Teil eine wahre Geschichte, die im Ferienhaus neben uns passiert ist und mich nie verlassen hat.

Meinem Vater

Jetzt bin ich

im fünften Jahr

ohne dich

 

Weit weit entfernt davon

Dich

loszulassen zu sagen

wie sehr ich

Dich

vermisse dafür

gibt es keine Sprache

derer ich mächtig bin

 

Gerade jetzt

wenn der Sommer

müde die letzten Sonnentage

über das Land schiebt

und der junge Herbst

sich aufbläht im nebligen

Morgen

Gerade jetzt

ist die Sehnsucht

am größten

 

Jedes Blatt das

zur Erde fällt und sich

in den raschelnden Teppich

der anderen Blätter webt

erzählt von unserem

letzten Sommer als dir

deine Krankheit die Sprache

nahm

 

Stumm hielt ich

deine Hand und

suchte in deinen Augen

nach Worten

die es nicht mehr gab

es gab keinen

Trost die Verzweiflung

kam später

 

Jetzt stehe ich in

klaren Nächten

Im Garten

lege den Kopf in den Nacken und

warte

auf ein Zeichen von dir

 

Rosa (4)

1901

Barbara treibt wie ein stummer Schatten durch das Haus. Wilhelm erscheint sie wie die die junge Königin im Märchen vom Brüderchen und Schwesterchen, die in der Nacht als Geist ihr Kind besucht und spricht „jetzt komm ich noch einmal und dann nimmermehr“. Manchmal, wenn er seine Mutter in ihren schwarzen Kleidern durch das Haus gehen sieht, stumm und mit seltsam leerem Blick, bekommt er Angst, dass auch sie verschwinden könnte. Die Trauer, die Barbara einhüllt, erscheint ihm wie ein dunkles Nichts, in das sie hineinfallen, ein Nebel, in dem Barbara sich für immer verirren könnte.

Als im Frühling die Tage heller werden, atmet das ganze Dorf auf. Die Fenster werden geöffnet und die Häuser holen wieder Luft. Die Schatten, die auf Barbara liegen, scheinen leichter zu werden. Doch der Tod gibt sich nicht geschlagen. Im Sommer, als die Hitze über den Feldern schwirrt, nimmt er den kleinen Eugen mit, nur eine Woche vor dessen siebtem Geburtstag. Wieder ein kleiner Kindersarg, dem Barbara folgen muss. Da fragen sich die Leute schon, was sie denn getan hat, dass Gott der Herr sie so straft. (Nichts ist schlimmer als wenn man seinen Kindern hinterhergehen muss). Es ist nur acht Monate her, da standen sie schon einmal auf diesem Friedhof, die Kinder, die sich an den Händen halten und Barbara, die sich an Albert klammert. Nicht weit von seiner großen Schwester findet Eugen sein Grab.

Barbara hat aus ihrer Trauer einen unsichtbaren Wall gebaut, Stein um Stein schichtet sie diese Mauer auf. Ihre Kraft reicht noch aus um die nötige Arbeit zu tun und ihre Familie zu versorgen. Für das Kind (die kleine Rosa) in der Wiege ist nichts mehr übrig.