Augustmond

Mondin blaßgoldene

zieht ihre Bahn kommt

geht

verschwindet  ungerührt

egal ob

Grillen zirpen oder

Schüsse fallen

egal

ob ich liebe

oder nicht

 

 

August 2016

Fundstück – in einer meiner zahlreichen Kladden, denen ich letztes Jahr einen Post gewidmet habe, entdeckt. Womit sich wieder einmal die Nützlichkeit der bunten Hefte beweist.. Ich muss immer eines zur Hand haben, so wie die Flasche Wasser, griffbereit, und einen Stift, am besten einen, der schön schreibt. Einen Bleistift, nicht zu hart, oder einen Tintenroller, ein Kuli, der gut in der Hand liegt und vorzugsweise eine schwarze Mine hat, tut´s auch. Schon zwei Mal war ich in den letzten Monaten bei einem Workshop im  im Hotel „Le Meridian“, und am Ende der Tagung sammelte ich die Kulis im Konferenzraum ein. Sie sind keuchtend türkis, wie Meerwasser, und haben eine weiche schwarze Mine. Ich liebe diese Stifte und meine fast ausnahmslos männlichen Kollegen haben mir ihren gerne überlassen. So kommt zu den vorzugsweise bunten Kladden jetzt der türkise Stift dazu. Früher war ich pflichtgemäß puristisch, das gehörte sich einfach, ein schwarzes Moleskine und ein schwarzer Faber-Castell, mehr nicht. Mittlerweile stehe ich zu meiner Vorliebe für Pink und Türkis, das Leben ist manchmal sehr unbunt, da tut etwas Farbe im Alltag meiner Seele gut.

können Sie sich ausweisen?

Einen Schriftsteller erkennt man nicht an seinem Ausweis sondern an dem, was er gschrieben hat!

lässt Michail Bulgakow eine seiner Figuren in „Der Meister und Margarita“ sagen.

Dann hoffe ich mal das Beste, denn mein Reisepass ist abgelaufen. Dank der intensiven Schreibzeit in Bassum bin ich jedoch ein gutes Stück weitergekommen,und habe ein optimistisches Ziel ins Auge gefasst, mich sozusagen weit aus dem Fenster gelehnt:

nächstes Jahr will ich in Bassum an einem neuen Projekt arbeiten. Warum? na, weil ich das „alte“ beendet habe!

Der Plot steht endlich , die Szenenplanung auch und rund 70 Seiten sind in der Schublade, 50 davon bereits überarbeitet. Das Ziel ist also greifbar. Jetzt muss ich mir nur noch jeden Tag die Karotte vor meinen Schweinehund-Esel hängen, dann klappt das.

das ist übrigens der Blick aus dem Paradies ——- der Blick  aus dem Raum, in dem unser Workshop stattgefunden hat. Himmlisch!

November-Energie

Es gibt zwei Monate, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Der eine ist Februar, unglücklicherweise habe ich auch im Februar Geburtstag, und der andere ist November. Das scheint ein Gendefekt zu sein bei mir, den November konnte ich noch nie ausstehen. Im Gegensatz zum Februar, der manchmal auch den Karneval enthält (2016 zum Beispiel, juhu!) und der auch manchmal schon nach Frühling riecht, hat der November irgendwie nur Tristesse zu bieten. Nebel, Rauhreif, Feuchtigkeit, erste Kälte…ABER: ich habe ja gelernt, es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Also habe ich beschlossen, den November 2015 zu einem echt ENERGIEgeladenen Monat zu machen. Ich mache beim NaNoWriMo mit. Uff. Jetzt ist es raus. Was für ein Vorhaben. Ich hoffe das Beste und versuche mir die Zeit für´s Schreiben freizuschaufeln. Das eine oder andere wird seinen Weg auch hier auf den blog finden, denke ich. Ziel ist, die 50.000 Wörter zu schaffen und jede Menge Material zu haben, das über den Winter überarbeitet werden kann. Mein Herz mit all seinen Dramen habe ich ins Gefrierfach gepackt damit es Ruhe gibt. Es sollte also klappen mit der Arbeit, no man – no cry und no Ablenkung 🙂

Drückt mir die Daumen! 50.000!!!!

Funkstille in der wortwabe

Ich sitze hier in meiner wortwabe und vergrabe mich. Seit drei Jahren treibt mich die Geschichte von Rosa um. Im Juli 2012 sind die beiden bei mir eingezogen, Rosa und Harold, und seither warten sie darauf, dass ich endlich in die Pötte komme. https://wortwabe.wordpress.com/2012/07/05/baustelle/

Es ist mir so viel passiert in diesen drei Jahren, dass ich immer wieder lange Pausen machen musste im Schreiben. Noch bin ich nicht am Kern der Geschichte angelangt, noch nicht angekommen an dem Punkt wo ihre Liebesgeschichte beginnt. Manchmal scheint es mir, als ob ich den Schmerz, den Rosa gefühlt hat, selbst erleben muss um sie zu verstehen. Um zu fühlen, was sie gefühlt hat und dann auch die Worte finden zu können, die ich brauche, um das aufzuschreiben. Und dann ist es wie ein innerer Drang, der mich immer wieder antreibt, doch weiterzumachen. Sie haben es verdient, dass man ihre Geschichte erzählt, diese beiden. Und Anna hat es verdient, die Chance zu bekommen, es besser zu machen als ihre Großmutter Rosa. Nicht im Schmerz zu verharren, weil man es immer den anderen recht macht und versucht, deren Erwartungen zu erfüllen. Und so vermischt sich mal wieder meine eigene Wirklichkeit mit der meiner Figuren, ich werde hineingezogen in dieses parallele Universum und frage mich, bin ich wirklich oder auch nur eine Figur in einer Geschichte, die gerade jemand schreibt? Gibt es für mich ein Happy End?

Musenkuss

hier sitze ich also. Für ein Wochenende bin ich mit meiner Wortwabe umgezogen, Auszeit, einfach raus, nur Schreiben und nichts anderes. Keine Katzen, keine Teenager, kein Staubsauger, keine Waschmaschine. Weiterkommen mit meinen Projekten. Im Gepäck nur das Laptop, meinen kleinen verträumten Milchaufschäumer und meine French-Press. Und an der Seite einen Schreiberling, der ebenso hier auf den Musenkuss wartet wie ich. Der Ort liegt ziemlich genau zwischen unseren beiden Wohnorten, googlemaps hat das für mich ausgerechnet und herausgekommen ist ein kleines Dorf in der Pfalz. Jetzt steht die erste Etappe an. In zwei Stunden treffen wir uns wieder zum gegenseitigen Korrekturlesen, besprechen, kritisieren, verbessern. Der Plan für heute: mindestens 10 gute Seiten. Das sollte doch zu schaffen sein… Also dann: los!

Muse? Hallo? Bist du da????

Liebster Award zieht Kreise

ihr Lieben, ich möchte euch die Antworten meines Schreiber-Freunds Ingmar nicht vorenthalten, ich liebe einfach seinen Humor! Guten Start in die neue Woche!

koelnerzeilen

Das ist sie also, die Strafe für drei Monate Abstinenz vom Bloggen, und kein anderes als das höchste Strafmaß scheint angemessen: https://wortwabe.wordpress.com/ hat mich für den „Liebster Award“ nominiert. Wer wissen möchte was das ist: der Herr Google kennt die Antwort, aber eine Folge ist, dass ich elf Fragen beantworten darf, digitale Version des mittelalterlichen Peitschenhiebes. Aber das Bloggen auch heute noch echte Peitschenhiebe bereithält (Raif Badawi aus Saudi Arabien wurde gerade aufgrund seines Blogs in letzter Instanz zu 1000 Peitschenhieben verurteilt), kann ich meine virtuellen mit Humor tragen. Und ab sofort gelobe ich wieder regelmäßige Beiträge.

1. Was war deine Motivation für deinen blog?
Ich dachte der Blog sei das einzige Medium welches mich zwingt einen Text fertig zu stellen und ihn dann zu veröffentlichen, ohne dass ihn jemand lesen muss. Ersteres hat geklappt, Letzteres nur teilweise.

2. Kannst du dir heute ein Leben ohne die Möglichkeiten des Internets…

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Gedichte

Ich tauche

nach den Worten ganz

tief muss ich

hinein in den Abgrund dort

ist es dunkel

und einsam ich leuchte

die Dunkelheit aus

mit meinem Stift und

ziehe die Worte

ans Ufer des Papiers

Dort liegen sie auf

gestapelt in der Stille und

ich warte mit ihnen

auf den richtigen

Moment