Herbstnacht

ich kann den Winter sehen

versteckt in den Stürmen des Bruders

schleicht er sich heran

 

Ich kann den Winter sehen

sein kalter Atem weht

die letzten bunten Blätter fort

 

Ich kann den Winter sehen

das schwarze Tuch der langen Nächte

wirft er über das  Land

 

mir ist kalt

Mondsichel II

Im schwarzen Himmel deine
bleiche Schale Luna meine Wiege
ich lege mich hinein du
trägst mich über den Horizont
sanft bis ich schlafe
vergesse

wir sind heimatlos
du und ich gebunden
an eine Welt die uns nichts gibt
wandern weiter weiter
folgen wieder und
wieder und wieder
den gleichen Pfaden
bis die Zeit
endet