Bestanden

Ich habe bestanden.

(Wer wissen will, worum es geht, schaut  hier)

Hinter mir liegen die wohl härtesten sechs Monate meines Lebens. Eine derart anspruchsvolle Ausbildung neben Vollzeitjob  und Familie zu schultern, sich drei Wochen vor der Prüfung beide Arme zu brechen und dennoch in der Prüfungswoche am Start zu sein, war echt kein Zuckerschlecken. Ich habe unfassbar  viel gelernt, über meine Stimme, das Atmen, wie kernige Töne produziert werden, was Ökonomie beim Singen bedeutet und so vieles mehr.  Ich habe geheult. Ich habe geflucht,  über mein Hirn, das manchmal nichts kapiert hat, meine Stimme, die in meinen Ohren so geklungen hat,  dass ich mich gerne verkrochen hätte, über meinen inneren Kritiker, der keinen Erfolg gelten ließ, über meinen Dialekt, der mir das Leben im hohen Norden nicht einfacher gemacht hat (ich spreche zu langsam, ich spreche zu viel und gehe damit allen auf die Nerven). Ich habe gelernt, dass ich nicht everybodys darling sein kann und das Leben trotzdem weitergeht.

Würde ich es wieder machen? Ja, auf jeden Fall! Aber ich würde mich nicht mehr meinen Selbstzweifeln ergeben sondern an mich glauben.

Ich danke allen, die mich in dieser Zeit in ihr Herz geschlossen haben . Ich danke allen für jede konstruktive Kritik, denn sie haben mir dadurch die Möglichkeit gegeben, zu wachsen und mich zu entwickeln.  Ich habe mir auch das, was wehgetan hat und nicht meiner Wahrheit entspricht, zu Herzen genommen und werde daran arbeiten.

Diese Zeit war eine der härtesten meines Lebens, aber auch eine der produktivsten. Ich möchte sie nicht missen und bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, das alles zu erleben.

Jetzt werde ich allerdings dem Schreiben endlich wieder mehr Raum geben können und mein nächstes Ziel verfolgen: die Geschchte von Rosa endlich abzuschließen. Gonna rock that!

11 Gedanken zu „Bestanden

  1. Ja, eben, beide Arme, das klang so, als ob das nicht von schlechten Eltern war.
    Was wirst du mit der Ausbildung machen, weißt du das schon? Oder war das ein Ding von „Wollte ich schon immer für mich?“
    Und was heißt „Leben im hohen Norden“, btw?
    Die Etüden gibt es noch, falls du also hier Geschichten schreiben möchtest, nur zu! 🎃
    Ein vergnügliches Wochenende
    Christiane 😁😺❤️👍

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    • erstmal werde ich weiter unterrichten, ich habe ja schon Gesangsschüler.. Aktuell ist die Familie im Fokus, deshalb bin ch auch direkt nach der Prüfung wieder zurückgefahren und habe schweren Herzens auf die Abschlussparty mit der Show unserer Kursgruppe verzichtet, weil meine Mutter am Montag mit Notarzt ins Krankenhaus kam. Das musst du dir vorstellen, ich quäle mich 700 Kilometer Richtung Norden mit immer noch einem Arm im Gips um die Prüfung doch noch mitzumachen (erst sah es so aus, als ob ich den Abschluss erst 2020 nachholen kann), komme an und ein paar Stunden später bekomme ich einen Anruf vom Krankenhaus. Diese Woche hat mich echt nochmal alles an Reserven gekostet…und zum Thema Leben in Norddeutschland: ich war ja jeden Monat 3-7 Tage in Hollenstedt. Das fühlt sich schon nach dort leben an…und ich fühle mich einfach immer noch fremd im Norden, wie ein Alien. Bin gespannt, ob sich das jemals geben wird.

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      • ich werde nachher ins Krankenhaus fahren. Das ist ja immer tagesabhängig. Ein ständiges Auf und Ab…es war ziemlich dramatisch. Sie hat wohl schon vor längerem einen kleinen Speiserest in die Luftrhre bekommen, der ist bis in die Lunge gewandert, hat sich dort festgesetzt und entzündet. Sie ist ja schon 87, das ist nicht lustig. Mich hat die ganze Woche völlig erschöpft, weil ich ja seit Wochen nicht mehr gut schlafe, wie auch mit 2 Gipsarmen…jetzt ist es nur noch einer aber es ist immer noch unbequem 😦

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    • liebe Christiane,
      danke dir! Ja, WTF… es war ein klassischer Treppensturz. Geflogen von ganz oben und mit den Unterarmen aufgekommen…aua aua aua. Und ich hatte meinen Kater auf dem Arm…der hat mich 2 Tage mit dem A… nicht angeschaut weil er ja nicht wusste, warum ich ihn durch die Luft geworfen habe. Letztebdlich hatte ich aber Glück im Unglück, ich hätte mir auch das Genick brechen können 😦 Zumindest weißt du jetzt warum ich mich diesen Sommer während meiner Bassum-Woche nicht gemeldet habe! Es war alles zuviel. Schätze mein Gehirn ist nochmal richtig heißgelaufen die letzten sechs Monate…soviel Input in so kurzer Zeit, das hat mich voll aus meiner Komfortzone rausgeholt. Das muss ich jetzt erstmal wieder alles verarbeiten! Zum Beispiel in Geschichten….drück dich!

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