Mögen Sie Pilze?

Pilz, der

Wortart: Substantiv, maskulin

Bedeutungsübersicht

  1. [früher als Pflanze angesehener] blatt- und blütenloser, fleischiger Organismus, der meist aus einem schlauch- bis keulenförmigen Stiel und einem flachen oder kugel- bis kegelförmigen Hut besteht
  2. aus schlauchförmigen Fäden bestehender Organismus ohne Blattgrün, der krankheitserregend sein kann oder in gezüchteter Form zur Herstellung von Antibiotika sowie von bestimmten Nahrungs- und Genussmitteln verwendet wird
  3. (umgangssprachlich) Kurzform für: Hautpilz

(Quelle: Duden)

 

„Zur Zeit ist doch gar keine Pilzsaison“, sagte einer der Gitarristen meiner Band.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, so war das doch, oder?

Ich kann mich nicht einmal mehr erinnern, WANN ich das letzte Mal hier in meiner Wortwabe war, zu lange her. Seit mehr als zwei Monaten habe ich ihn, den Pilz. Er hat sich eingenistet und beschäftigt mich jeden Tag. Er sitzt in meinem linken Auge, hat die Hornhaut durchlöchert und mich wochenlang gequält. Die Augenklinik  in Tübingen ist quasi seit Wochen mein Wohnzimmer. Mittlerweile bin ich in der neunten Woche, allerdings hat es einige Zeit gedauert bis klar war, WAS das ist, da in meinem Auge. Ich wusste bis dato nicht, dass man auch im Auge einen Abstrich machen kann. Nachdem klar war, dass es ein Pilz ist, wurde die Behandlung mit speziellen Augentropfen fortgeführt, die nur in der Apotheke hergestellt werden können. Die gute Nachricht: die fünf Löcher haben sich mittlerweile geschlossen, es gibt keine Vernarbungen, die zu verminderter Sehleistung führen könnten. Die Zeit, die ich auf dem Weg zur Augenklinik (knapp 40 Kilometer einfache Strecke) und dort im Warteraum und bei den vielfältigen Untersuchungen gelassen habe, hat mich allerdings unter Stress gebracht. Denn der Tag hat ja nun mal keine 48 Stunden. Ich musste zwangsläufig alles liegen lassen, was nicht unbedingt nach Erledigung schrie.

Jetzt ist aber Besserung in Sicht. Heute werde ich wieder nach Tübingen fahren, die nächste Ration der Spezial-Wundertropfen abholen. In zwei Wochen ist dann ein weiterer Kontrolltermin. Ein echter Fortschritt, nicht mehr täglich in die Augenklinik zu müssen – die jedoch wirklich ganz großartig ist. Ich bin sehr dankbar, dass ich so nahe an der Universitätsstadt Tübingen mit ihren tollen Kliniken bin.

Noch renne ich meinen Aufgaben hinterher, aber es ist Land in Sicht. So wird auch meine Wortwabe endlich wieder öfter Besuch von mir bekommen. Es ist höchste Zeit wieder zu Schreiben.

3 Gedanken zu „Mögen Sie Pilze?

  1. Bisher mochte ich Pilze.
    Ey, gute Besserung, und schnelle, und überhaupt. (Widerlich. Das braucht auch kein Mensch.)
    Hoffe, du kannst zwischendrin bisschen „entschleunigen“, wie dieses schöne Zauberwort heißt.
    Mitfühlende Grüße
    Christiane, die Augensachen auch immer hypernervös machen

    Gefällt 1 Person

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