Driving home for Christmas

alle Jahre wieder – holt sie mich ein, die Erinnerung an Weihnachten 2004. An die, die grade so mit dem Leben davongekommen sind wie meine Freundin, und an die, die in der Welle ertrunken sind, wie mein Kollege, seine Frau ,seine Schwester und deren Mann.

Hier auf dem blog sind zwei der Geschichten mit denen ich mir das von der Seele geschrieben habe. Das ist eine davon,

wortwabe

Der Abend war kalt. Die  Wartenden auf den Bahnsteigen traten fröstelnd von einem Bein auf das andere, rieben sich die Hände oder schlugen die Kragen ihrer Mäntel hoch.

Die Bahnsteige verschwanden in der Dunkelheit, sobald sie aus dem überdachten Bereich hinausführten. Leichter Nebel lag über dem Gelände, das Licht der Lampen sah aus als hätte ein übergroßer Pinsel gelbe Tropfen in die Luft gemalt. Eine dünne Schneeschicht bedeckte die offenen Bereiche, die Gleise verloren sich in der Ferne und wurden von der Dunkelheit verschluckt. Da sich die meisten Reisenden unter die Überdachung zurückgezogen hatten, wirkte dieser Teil der Bahnsteige wie ausgestorben.

Im Schein einer Laterne stand eine junge Frau, die schmalen Schultern hochgezogen, und zog an ihrer Zigarette. Sie war nicht auffallend gekleidet, und doch wirkte alles an ihr elegant, der schlichte schwarze Wollmantel, den sie eng in der Taille gegürtet hatte, die schmalen Stiefel, die ein Fingerbreit unter dem Mantel endeten und der…

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2 Gedanken zu „Driving home for Christmas

  1. Dein Blog gefällt mir sehr gut, Gedanken aus dem alltäglichen, was einen dann doch gefangen hält. Du hast auch eine sehr intensive Art mit Worten umzugehen, mag ich besonders. „Sie war nicht auffallend gekleidet, und doch wirkte alles an ihr elegant, der schlichte schwarze Wollmantel, den sie eng in der Taille gegürtet hatte, …“, gegürtet ist fast schon eine Wortschöpfung. Ich bin jetzt auf Facebook gesperrt worden, Hintergrund bitte einfach auf … https://oekonomie2040.wordpress.com/2016/12/27/eine-zensur-findet-nicht-oder-vielleicht-doch-statt/ nachlesen. Ich werde jetzt einfach keine Blogs mehr teilen, um keinen Ärger für andere zu verursachen. Besuchen darf ich ja deinen Blog und wünsche dir viele klare Gedanken im Land des Nebels und Regen.
    Harald

    Gefällt 1 Person

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