3 Gedanken zu „8 ist fast schon 10

  1. das ist ein tief anrührender ehrlicher Text, der keinen Kommentar braucht.

    Um von mir selbst zu reden: Ich selbst habe den Vaterverlust sehr sehr schwer überwunden. Er überschattete mein Leben seit der Geburt. Denn er „verriet“ mich schon, als ich 6 Monate alt war. Anstatt bei mir zu bleiben, ging er in den Krieg und fiel. Mein kindliches Gefühl war eine gewaltige Liebe zu diesem Menschen gepaart mit kindlicher Wut und Enttäuschung, dass er nicht bei mir war..

    In meiner Arbeit als Familienaufstellerin treffe ich oft auf verwandte Muster. Grad gestern besuchte mich eine Frau, die über den Verlust des Vaters vor elf Jahren nicht hinweggekommen ist. Sie ist eine gestandene Frau, geschieden mit zwei Söhnen, aber den Vaterverlust verwand sie nicht und wurde krank drüber (schwere Hautausschläge). Der Vater war die große Liebe, die Stütze im Leben. Auch hier gab es das versteckte Motiv der Wut: „Du hast mich im Stich gelassen“. Verständnis für die Mutter fehlte vollkommen („sie lebt in ihrer Welt“). Die Mutter ihrerseits stand der Tochter stark verurteilend gegenüber („ich hätte mehr von dir erwartet“). Meine Arbeit bestand darin, sie in ihre eigene Kraft zu bringen, aus der heraus sie dann auch ihre Beziehung zur Mutter und zum Partner neu definieren kann.

    Sei herzlich gegrüßt von Gerda

    Gefällt 1 Person

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