Ich bin dann mal weg

sagte in den letzten 18 Monaten der Eine oder die Andere aus dem Kreis meiner Lieben und machte sich auf die Reise. Sabbatical – das neue Schlagwort. Da trifft einen als Zuhause-Gebliebener doch das eine oder andere Mal der Frust mit voller Breitseite – wobei andererseits: bei meinem pubertären Männerchaos im Moment (zweiter Frühling???) hätte ich gar keine Zeit auf Reisen zu gehen!

Trotzdem, ein kleines bißchen Neid kommt schon auf. Mein Cousin war mit seiner Freundin eineinhalb Jahre unterwegs.  Ihr blog, gespickt mit tollen Berichten, Fotos und Tipps, wurde im Laufe der Zeit umgezogen auf eine eigene Homepage und ich kann nur jedem empfehlen, mal einen Blick hineinzuwerfen! Hier ein kleiner appetizer:

Unsere Reiseroute

Unsere Weltreise hat uns im November 2013 nach Nepal geführt. Von da aus ging es weiter nach Süd-Ost-Asien, wo wir Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Indonesien und Malaysia bereist haben. Immer als Backpacker & Trekker per Zug und Bus.

Zurück im Frühjahr 2014 ging es dann mit unseren Motorrädern gen Osten. Über die Türkei und durch den Iran. Dann weiter über Armenien, Georgien, die türkische Schwarzmeerküste, durch Bulgarien und Rumänien, Slowakei und Tschechien zurück nach Bayern.

Kaum zwei Wochen da, sitzen wir schon wieder im Flugzeug. Diesmal wieder mit Rucksäcken und Bussen durch Süd-Amerika. Von Peru ging es über Ecuador nach Argentinien und von da nach Patagonien, wo wir zur Zeit viel Wandern und die tolle Natur genießen.

http://www.2malweg.eu

Tja, Neid muss man sich verdienen…

Mein Freund Ingmar war auch ein Jahr etwa unterwegs und hat viele Länder bereist. Er ist jetzt gestrandet nicht weit vom Basislager am Mount Everest und nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Es geht ihm gut und er hilft erstmal im Krankenhaus, denn nach Katmandu durchzukommen und von dort wegzukommen ist nicht so einfach…Seine kleinen feinen Reisegeschichten findet ihr auf http://www.koelnerzeilen.wordpress.com

Auch hier was zum Reinschnuppern:

Fünf Uhr morgens in Hobart, Tasmanien: Wir steigen in einen Kleinbus samt unverschämt gut gelauntem Fahrer. Unser Ziel ist der Overland-Trail im Zentrum der Insel. Es regnet so stark, dass der Scheibenwischer auch im schnellsten Gang nicht nachkommt, aber unser fröhlicher Fahrer beruhigt uns: „Wir fahren nach Norden, da wird es weniger regnen“. Und Recht hat er mit seiner Prognose, im Nationalpark ist es viel zu kalt für Regen, stattdessen fällt hier Schnee in dicken Flocken.
Der Schnee ist dann auch das zentrale Thema der Sicherheitsbelehrung durch die Parkranger, immerhin befänden wir uns mitten im stärksten Schneesturm des gesamten Winters. Kurz überlege ich einzuwerfen, dass der Winter doch seit mehr als zwei Monaten vorüber sei. Doch dann fällt mir der Werbeslogan ein, der überall auf den Prospekten prangt: „Tasmanien, erlebe vier Jahreszeiten an einem Tag“. Spontan beschließe ich zu schweigen.

Meine Freundin Gabriele hat auch ein Sabbatical begonnen. Kein ganzes Jahr aber immerhin fünf Monate. Sie war jetzt als „workaway“ in Izmir und hat drei Wochen bei einm Ärzteehepaar mit den Kindern Englisch geübt… Ihre nächsten Stationen? San Franzisko und Miami, auch wieder mit kleinen Jobs für Kost und Logis. Wo man diese Jobs findet? Schaut mal auf http://www.workaway.info.

Die neue Art des Reisens. Und nicht nur für Youngsters. 40 plus? Kein Problem.

Womit wir wieder beim Sex des Alterns wären. https://wortwabe.wordpress.com/2015/04/22/der-sex-des-alterns/   Die erste Karriere-rennerei ist vorbei, die Kinder entweder nicht da oder schon dabei flügge zu werden und somit plötzlich mehr Zeit für sich selbst und neue Abenteuer.

Was sagt mir das? Lass krachen!

Nachtrag: ein bißchen Werbung in eigener Sache muss schon sein…ab und zu verreise ich auch! Meine Geschichten aus Nizza findet ihr unter dem Stichwort „Nizza“ in den „Geschichten aus der wortwabe“, Einblicke in den Familienurlaub in Italien unter dem Stichwort „Adria“. Viel Spaß!

Ein Gedanke zu „Ich bin dann mal weg

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