Bloggen hilft!

An manchen Tagen wünscht man sich wirklich, man wäre im Bett geblieben. Das hätte weniger Schaden angerichtet und man hätte es außerdem noch warm und gemütlich gehabt…Ich bin fest davon überzeugt, das alles wäre nicht passiert wenn ich um 7 Uhr 35 aufgestanden wäre wie geplant. Aber die Sache mit dem warm und gemütlich war irgendwie überzeugender und so haben mir am Ende genau die entscheidenden Minuten gefehlt, die ich gebraucht hätte, um vor Verlassen den Hauses noch einen Kaffee zu trinken.

Heute fiel die erste Stunde aus, deshalb konnte ich luxusmäßig fast eine Stunde länger schlafen. Nicht dass jetzt jemand auf die Idee kommt, ich würde noch zur Schule gehen – aber die Schulzeiten meines Sohns bestimmen üblicherweise den Rhythmus. Wie bereits erwähnt habe ich es trotzdem nicht aus dem Bett geschafft, was zur Folge hatte, dass er es nicht rechtzeitig zur Bahn geschafft hat. Kettenreaktion nennt man das wohl. Also war Mamataxi wieder am Start. Als gut organisierte vollzeitarbeitende Mutter habe ich dann entschieden, auf dem Rückweg gleich ein paar Dinge zu erledigen, damit sich die Fahrt auch lohnt. Allerdings war die Zeit dann am Ende so knapp, dass ich mir keinen Kaffee mehr kochen konnte. Meine Betriebstemperatur war also unterdurchschnittlich. Ich bin ja der Meinung, eine Uhr ist auch nur ein tickender Metallklumpen, aber das hilft alles nichts wenn man zu spät dran ist. Alle Ampeln waren rot, der Junior kam zu spät zur Schule, der Tank war leer und die orangene Zapfsäule auf dem Display blinkte mich giftig an. Beim anschließenden Tanken musste ich feststellen, dass ich offensichtlich irgendwas nicht mitbekommen habe, denn der letzte Literpreis für Diesel, an den ich mich erinnern konnte, lag bei 1,14 Euro und jetzt zeigte die Tafel 1,21 Euro an. Ich war so verwirrt, dass ich dann beim Bezahlen vergaß, mir noch einen Coffee-to-go mitzunehmen.

Trotzdem war ich optimistisch genug, mich auf meiner to-do-liste weiter abzuarbeiten und fuhr zum Supermarkt. Dort angekommen konnte ich mich nur vage an das erinnern, was ich eigentlich besorgen wollte, aber dann fiel mir wieder ein, dass ich unbedingt Wollwaschmittel brauchte. Als ich die Flasche aus dem Regal nahm fiel mir eine zweite direkt vor die Füsse, ich konnte es nicht verhindern und mein persönlicher Koffeinspiegel war so niedrig, dass ich nicht reagieren konnte. DIe Flasche zerbrach beim Aufprall auf den Boden und die Hälfte des quietschrosa Inhalts ergoß sich auf meine Jeans und, ein echtes DRAMA, auf meine nagelneuen teuren Schaffellstiefel. Der linke Schuh war quasi in Wollwaschmittel gebadet. Natürlich ist es Velourleder. Keine Ahnung was dieses Waschmittel mit dem Leder macht. Ich fand eine Verkäuferin und wischte mir dann mit Papiertüchern notdürftig den Waschmittelbrei von Hose und Stiefeln. Wie ein begossener Pudel ging ich zur Kasse, wo ich feststellte, dass ich vergessen hatte, die Bananen abzuwiegen…an einem normalen Tag wäre das ja egal, aber heute morgen versetzte mich das in unnötigen Stress.

Zuhause angekommen war natürlich meine erste Tat: Kaffee kochen um Schlimmeres zu verhindern. Und dann mit der Tasse in der Hand die Emails checken. Wie jeden Tag kam die Nachricht über den neuesten post auf Christianes blog, die sehr dizipliniert jeden Tag (nomen est omen) ein post auf ihre Seite https://365tageasatzaday.wordpress.com   stellt. Also machte ich ersteinmal einen entspannenden Ausflug in die virtuelle Welt der Blogger und besuchte auch noch eine andere Seite http://stadtlandfrau.com. Dort fiel mir die Rubrik „Hasstage im Jahr der Ziege“ ins Auge. Wie passend! Und wie inspirierend! Einfach mal aufschreiben und dann ist es weg. Keine Ahnung, wie es meinem armen gemütlichen Fellstiefel jetzt geht, aber mir geht es jetzt deutlich besser. Bloggen hilft!

3 Gedanken zu „Bloggen hilft!

  1. Danke fürs Teilen, ich kann mir das so richtig vorstellen. Vor dem ersten Kaffee versuche ich ebenfalls, der Welt nicht näherzutreten.
    *grins* Jetzt weißt du auch, warum ich den Namen für meinen Blog so gewählt habe. Nicht, weil ich so diszipliniert wäre … (Übrigens hast du den Teufel noch nicht ganz besiegt – irgendwas ist mit dem Link zu mir.)
    Ich wünsche dir, dass dein Tag jetzt koffeingestärkt heiter verbleibt … und ein wunderbares Hineinrutschen ins Wochenende!

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  2. Ach herrjeh, Du Ärmste. Hätte aber auch mir genau so passieren können. 😀
    Vielleicht ist Dir das ein kleiner Trost, alles Gute für die Stiefel und herzlichen Dank für die Erwähnung meines Blogs und natürlich auch fürs Folgen. 🙂
    LG und einen unfallfreien Resttag, Corinna

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